Zum ersten Mal seit 2004 Avon trat das Unternehmen den Platz 1 der Direktvertriebsunternehmen an Amway ab.

Quellenangabe: "obs/Amway GmbH"

Quellenangabe: “obs/Amway GmbH”

Amway, Firmensitz in Ada, Michigan verkauft ebenfalls eine Reihe von Produkten aus Beauty und Hautpflege-Linien, die mit Avon um den Markt  an Nahrungsergänzungsmittel und Luftreiniger konkurrieren.

Der Marktanteil von Avon im globalen Direktvertrieb sank im Jahr 2014 auf einen zweistelligen Wert von 8,6% im Gegensatz zum Höchststand von 11,6% im Jahr 2010.

Die US-Rivalen Amway, Herbalife HLF, + 1,31% und Mary Kay gewannen im gleichen Zeitraum Markanteile. Auch die brasilianischen Natura verlor Anteile von 4% auf 3,5%, das zeigten Daten von Euromonitor . Brasilien ist aktuell Avons größter Markt.

Avons Heimatmarkt in den USA, ist einer der vier besten Märkte zusammen mit Brasilien, Russland und Mexiko.

Wie weit muss Avon noch einbüssen?

Mary Kay wurde 2013 Nummer 1 in den USA und im Jahr 2014 erhielt das Unternehmen einen Anteil von 8,4%.

Avons Marktanteilsverluste haben diverse Gründe. Durch einen stärkeren Dollar Kurs mussten Umsatzeinbussen in Übersee hingenommen werden.

Insgesamt wird ein Umsatzrückgang von 20% auf 8,85 Milliarden US-Dollar verzeichnet. 2011 lag der Umsatz noch bei 11,1 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen hat drei aufeinanderfolgende Jahre Verluste gemeldet. Im Dezember 2014 wurden es zusätzlich zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt $ 135.000.000 durch die US-Aufsichtsbehörden verdonnert. Es stand unter Verdacht Bestechungsgelder an Unternehmen in China geleistet zu haben.

Weitere Gründ für den Verlust an Marktanteilen sind:

  • weitere Währungseinflüsse
  • Verlangsamung der Wirtschaft in Brasilien, Russland und Mexiko
  • sinkende Ölpreise
  • Spannungen in der Ukraine

Avon reagierte mit einem “stärkeren” Management in seinen 12 Top-Märkte. Es werden bessere Anreize geboten für die Berater.

Grund dafür war das die Anzahl aktiver Repräsentanten letzes Jahr um 5% gefallen war in den USA und anderen Märkten.

Repräsentanten der Firmen Mary Kay, Amway und Herbalife haben höhere Erfolge als Avon laut Aussage Glassdoor.

Jüngste Daten der Fachgruppe Direct Selling Association zeigten die Zahl der Mitarbeiter im US-Direktvertrieb um 5,7% auf ein Rekordhoch von 16,8 Millionen im Jahr 2013 stiegen. Dieses ganz im Gegensatz zum Trend bei Avon. Das Unternehmen, hat aber immer noch  mehr als 6 Millionen aktiven Vertreter weltweit.

Avon CEO
Sheri McCoy Avon CEO seit 2012

“2014 war ein herausforderndes Jahr”, sagte Chief Executive Sheri McCoy. “Wir sind nicht da, wo wir hinwollen, und sein müssen, aber wir wissen wo die Probleme sind und wir arbeiten daran, sie zu lösen. Mehr Repräsentanten zu gewinnen ist global mein Nummer 1 Ziel. ”